3.12.2026

Published 3/12/2026 by with 0 comment

mWh vs. mAh: Nicht fragen, wer ist stärker? – Einfach erklärt, warum Volt die geheime Zutat ist

Hast du dich auch schon gefragt, warum auf manchen Akkus "3300 mWh" und auf anderen "2000 mAh" steht? Beide Werte sollen etwas über die "Größe" des Akkus verraten, aber sie sind nicht identisch. Es ist ein bisschen wie bei einem Saftpacket: Die einen schauen auf das Volumen (den Inhalt in Millilitern), die anderen auf die enthaltenen Kalorien (die tatsächliche Energie). 


Milliamperestunden (mAh) ist das gebräuchlichere Maß. Es gibt an, wie viel Ladung ein Akku speichern kann – also die Menge an Strom, die über eine bestimmte Zeit geliefert wird. Stell dir das wie die Größe des Wasserkanisters vor. Ein Akku mit 2000 mAh könnte theoretisch eine Stunde lang 2000 Milliampere (also 2 Ampere) liefern. 

Milliwattstunden (mWh) hingegen ist die präzisere Angabe, denn sie misst die tatsächlich gespeicherte Energie. Hier kommt die geheime Zutat ins Spiel: die Spannung (Volt). Ein großer Kanister (viele mAh) bringt nichts, wenn das Wasser (die Spannung) nicht mit Druck (Volt) durch die Leitung kommt. 

Die Formel, die alles verbindet, lautet:
mWh=mAh×Volt mWh = mAh × Volt

Ein konkretes Beispiel: Ein wiederaufladbarer AA-Lithium-Ionen-Akku hat oft eine Angabe wie "3300 mWh" und "2000 mAh". Er arbeitet mit einer Spannung von 1,5 Volt. Rechnet man nach: 2000 mAh x 1,5 V = 3000 mWh. Die kleine Differenz zur angegebenen 3300 mWh kommt durch moderne Akku-Chemie zustande, aber das Prinzip stimmt. 

Fazit: Wenn du zwei Akkus vergleichen willst, achte besser auf die mWh-Angabe. Sie verrät dir die wahre Energiemenge. Zwei Akkus mit gleicher mAh-Zahl können völlig unterschiedlich lange halten, wenn sie eine unterschiedliche Spannung haben. 

0 comments:

Kommentar veröffentlichen